Historisches Schafstallviertel Hülsen

Der Kulturförderkreis Hülsen widmet sich der Erhaltung und Sicherung des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles Schafställe in Hülsen.

Wir restaurieren bzw. sanieren alle noch vorhandenen Ställe und deren Präsentation in Verbindung mit der Ausstellung alter land- wirtschaftlicher und handwerklicher Gerätschaften und deren Funktionsbeschreibung. Wir binden die Schafställe in touristische Programme, insbesondere für Radtouristen ein.
Wir erstellten eine Dokumentation der Schafhaltung in Hülsen.

Im Projekt Schafstallviertel wurde ein weiterer historischer Schafstall wieder aufgebaut.

Wo es Heide gab, da gab es auch Schafställe. In Niedersachsen dürften es in den dafür infrage kommenden Gegenden heute noch ca. 250 Stück sein. In Hülsen sind noch 7 Schafställe an ihrem ursprünglichen Standort erhalten. 3 Ställe sind wieder aufgebaut worden, nachdem sie zwischenzeitlich an anderer Stelle gestanden hatten bzw. zwischengelagert waren. Die insgesamt 10 Ställe stehen heute als Ensemble unter Denkmalschutz. Die in Hülsen in den Jahren 1989 bis 1999 laufende Dorferneuerung war Grundlage für den Beginn einer Restaurierung der Gebäude. Insgesamt 4 Ställe konnten in dieser Zeit mit Landes-, Kreis- und Gemeindemitteln sowie erheblichen Eigenleistungen der Eigentümer bzw. des Kulturförderkreises Hülsen saniert bzw. restauriert werden.

Projekt Schafstallviertel

In neuem Glanz erstrahlt der Schafstall, der sich im Eigentum von Sven und Carmen Meyer befindet. Er drohte einzustürzen. Im Rahmen des Projektes „Schafstallviertel Hülsen 2011/2012“ ist er von Grund auf restauriert worden. Viele Arbeiten haben dabei die Mitglieder des Kulturförderkreises und der Eigentümer mit seinen Freunden vorgenommen. Den wesentlichen Teil haben aber die Fachleute der Firma Fach&Werk ausgeführt. Der Stall steht nun dem Kulturförderkreis für die nächsten 20 Jahre zur Nutzung zur Verfügung.

Das Projekt „Schafstallviertel 2010/2011“ hat dem Schafstallviertel Hülsen einen mächtigen Schub gegeben. Seit September 2010 begannen die Arbeiten. Durch die Firma „Fach- und Werk“, unterstützt von den Montagsdienstlern des Vereins ist der Schafstall an der Straße Twachte von Grund auf denkmalgerecht restauriert worden.

In einer zweiten Maßnahme wurde ein schon vor langer Zeit in den Nachbarort Hämelheide versetzter Schafstall dort wieder abgebaut und im Bereich seines alten Standortes im Schafstallviertel wieder aufgebaut. Er wird nun vom Kulturförderkreis Hülsen als Informations- und Wissensstätte für ländliches Leben Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt, wird aber auch von anderen Vereinen und Verbänden im Ort z.B. als Versammlungsstätte genutzt.

Ein weiterer Projektteil war der Bau eines Informations- und Abgrenzungssystems.

Der Kostenaufwand für das Projekt betrug rd. 75.000 € zuzüglich erheblicher Eigenleistungen. Dieser Betrag wurde aufgebracht durch Europäische Leader-Mittel (Aller- Leine-Tal), Mittel der Gemeinde Dörverden, des Nds. Amtes für Denkmalpflege, der Bingo- Stiftung, der Stiftung der Kreissparkasse Verden, des Kulturförderkreises Hülsen und des Eigentümers des zu sanierenden Stalles.

Eine Aufgabe haben sich alle Scheunenviertel in der Aller-Weser-Hunte-Region vorgenommen: Es soll überall ein einheitliches Info-System installiert werden. In Hülsen sind die mit dieser Aufgabe verbundene Arbeiten bereits abgeschlossen und das System installiert worden. Nun haben alle Besucher des Schafstallviertels die Möglichkeit, sich anhand einer Schautafel über die historischen Hintergründe zu informieren. Auch dieses System ist von den Mitgliedern des Kulturförderkreises errichtet worden.

Das Schafstallviertel wird durch den Schützenweg getrennt. Vor diesem Hintergrund ist die Idee entstanden, durch bauliche Elemente an den angrenzenden zum Schafstallviertel führenden Straßen den Eindruck zu verstärken, dass alle noch vorhandenen Ställe zu einer Einheit gehören, nämlich zu dem unter Denkmalschutz stehendem Ensemble Schafställe Hülsen. Im Rahmen des Projektes „Schafstallviertel Hülsen 2010/2011“ sind auch diese Elemente vom Kulturförderkreis entworfen und gebaut worden. Sämtliches verwendete Material stammt aus dem Bereich des Schafstallviertels.